Was ist ein Guthabenkonto?
Bei einem Girokonto handelt es sich um ein Konto, welches vom Prinzip her sowohl im Minus (Soll) als auch im Plus (Haben) geführt werden kann. Wenn ein Kontoinhaber das Konto allerdings überziehen möchte, ist dazu eine Vereinbarung mit der Bank notwendig. Diese räumt dann meistens einen Dispositionskredit ein. Es gibt aber auch bestimmte Gründe, die eine Kontoüberziehung auf dem Girokonto nicht zulässig machen. Liegen solche Gründe vor, führt die Bank das Konto des Kunden als sogenanntes Guthabenkonto. Das Guthabenkonto ist also faktisch ein ganz normales Girokonto, zu dem eine Guthabenvereinbarung besteht. Ein Grund für die Einrichtung eines solchen Guthabenkontos ist zum Beispiel, dass der Kontoinhaber noch minderjährig ist. Da Minderjährige aber keine Schulden machen dürfen, also auch ihr Girokonto nicht überziehen dürfen, wird dieses Konto dann als Guthabenkonto geführt. Auch falls gegen den Kontoinhaber eine Pfändung vorliegen sollte oder die Bonität sehr schlecht ist, führen die Banken das Girokonto oft als Guthabenkonto.
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