Festgeld

Festgelder sind Einlagen mit vertraglich fest vereinbarten Laufzeiten und Zinssätzen. Vorteile wie hohe Verzinsung, Garantie des Zinssatzes und individuelle Wahl des Zinszahlungszeitpunktes zeichnen eine Festgeldanlage aus. Die Konditionen richten sich nach dem Anlagebetrag und den aktuellen Bedingungen am Geldmarkt. Mit unserem Ratgeber erhalten Sie konkrete Tipps, mit deren Hilfe Sie das passende Angebot im unabhängigen Festgeld Vergleich herausfinden werden.

Der wichtigste Vorteil beim Festgeld ist die Zinssicherheit. Der vereinbarte Zinssatz ändert sich nicht mehr nach Vertragsabschluß. Der Anleger kann sich zusätzlich freuen, wenn der Marktzins danach sinkt. In die Zukunft schauen, kann aber niemand.

Tipp: Vorsicht ist bei Koppelprodukten geboten: Banken bieten beispielsweise eine Festgeldanlage mit tollem Zinssatz an, wenn der gleiche Anlagebetrag parallel in einen Fonds investiert wird. Der werbewirksam versprochene unveränderliche Zinssatz des Festgeldes ist somit nur die halbe Wahrheit. Denn wie sich der Kurs des Fonds entwickelt, kann niemand voraussagen.

Im Folgenden werden Kriterien zur Auswahl eines Festgeldkontos im Einzelnen aufgeführt:

1. Auswahlkriterium ist der Festgeld – Anlagebetrag:

Bei einem Festgeldkonto gibt es anders als beim Tagesgeldkonto immer eine Mindestanlagesumme und häufig auch einen Maximalanlagebetrag. Wer als Kleinanleger auf der Suche ist, kann aus den Festgeldanbietern wählen, deren Mindestbetragskriterium er erfüllt. Von den Vorzügen eines Festgeldkontos kann er in der Regel schon ab 500 Euro profitieren. Ein Großanleger könnte sein Geld auf mehrere Festgeldkonten bei unterschiedlichen Banken verteilen, wenn er ein Maximum überschreitet, oder eine Finanzinstitut ohne Maximalbegrenzung bevorzugen.

2. Auswahlkriterium sind die Festgeldzinsen:

Der Zinssatz spielt wie auch der Rhythmus der Zinszahlung eine bedeutende Rolle.

Tipps zum Zinssatz:

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je höher der Anlagebetrag und je länger die Vertragslaufzeit, desto stattlicher der Zins. Der Anleger sollte sich daher für die Überlegung, wie lange kann ich das Geld entbehren, schon etwas Ruhe und Zeit gönnen. Ebenso sorgfältig wird der Festgeld-Anbieter ausgewählt. Hier zählt nicht der mögliche Spitzenzinssatz, mit dem gern geworben wird, sondern der beste Zinssatz für den eigenen verfügbaren Betrag. Dafür kann man sich beim Festgeldvergleich den besten Anbieter auswählen.

Tipps zur Zinszahlung:

Der Zeitpunkt, an dem die Zinsen gezahlt werden, variiert: Am häufigsten nach Vertragsende, jedoch verzinsen einige Banken ab einer Vertragslaufzeit von über einem Jahr Ihre Einlagen wahlweise jährlich, nach Vertragsende und relativ neu monatlich bzw. quartalsweise. Die letzten beiden Varianten lohnen jedoch nur bei einem höheren Anlagebetrag. Die Entscheidung für einen Zahlrhythmus der Zinsen kann sich auf die Höhe der Steuern auswirken. Ist der Pauschbetrag noch nicht ausgeschöpft, ist die jährliche Zinszahlung optimal. Bei Zinsausschüttung am Laufzeitende profitiert der Anleger von Zinseszinseffekt.

3. Auswahlkriterium sind die Steuern

Die Zinserträge für Festgelder sind steuerpflichtig. Sie werden nach dem Zuflussprinzip versteuert, das heißt in dem Jahr, in dem sie dem Anleger gutgeschrieben werden. Sobald der Sparerpauschbetrag von 801 Euro ( Verheirate 1.602 Euro) im Jahr überschritten ist, zahlt der Anleger Abgeltungssteuer in Höhe von 25 %. Die Überweisung an das Finanzamt übernimmt die kontoführende Bank. Um den Pauschbetrag zu berücksichtigen, muss die Bank daher einen Freistellungsauftrag vom Anleger erhalten. Bei Vorlage einer Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) des Finanzamtes wird auf den Zinsertrag keine Abgeltungssteuer berechnet.

4. Auswahlkriterium ist die Sicherheit beim Festgeld

Die Sicherheit der Einlagen bei Banken innerhalb Europas ist sehr hoch. Gleichwohl unterscheiden sich die besicherten Einlagensummen. Hier die genauen genauen Grenzen der Einlagensicherung. Für das Festgeld erhält die Sicherheitsgrenze zusätzlich Bedeutung, wenn sie unter dem Maximalanlagebetrag liegt. Dann verteilt man die Anlagesumme auf mehrere Banken.

5. Auswahlkriterium ist die Laufzeit beim Festgeld

Die Entscheidung über die Dauer der Festgeldanlage trifft der Anleger individuell. Er kann wegen eines höheren Zinsertrages die längere Laufzeit wählen oder das Geld kürzer festlegen, weil er es zu einem bestimmten Termin benötigt. Nicht selten spielt bei kürzerer Laufzeit auch die Erwartung eine Rolle, nach Ablauf das Geld eventuell zu höheren Zinsen wieder anlegen zu können. Von Bedeutung ist, dass Festgeld für die Vertragsdauer gebunden ist. Buchstäblich bei allen Finanzinstituten wird eine vorzeitige Verfügung ausgeschlossen. Einen kurzfristig notwendigen Überbrückungskredit wird eine Bank mit dem Festgeld als Sicherheit in der Regel nicht ablehnen.

Eröffnung und Schließung Festgeldkonto

Ein Festgeldkonto kann ohne großen Aufwand eröffnet werden: wie beim Tagesgeld kann man die Formalitäten online oder telefonisch abwickeln aber auch der Gang in die nächste Filiale der Bank führt zu einem Festgeldkonto. Ebenso wird ein Referenzkonto angegeben, auf dem nach Vertragsende der Anlagebetrag nebst Zinsen ausgezahlt wird. Festgeldkonten werden für den Anleger kostenlos geführt. Für Einrichtung und Depot fallen keine Gebühren an.

Fazit:

Vor allem Direktbanken und Ausländische Banken bieten günstige Festgeldkonditionen. Orientieren Sie sich an den Auswahlkriterien und finden in unserem Vergleich der TOP- Anbieter das für Sie beste Festgeldprodukt.

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