Ölpreise steigen weiter an

Der Ölpreis befindet sich aktuell wieder auf dem Weg zu neuen Rekorden und erreichte kürzlich ein neues Zweijahres-Hoch. Auslöser für den regelrechten Preissprung sind die derzeitigen Unruhen in Libyen, verbunden mit der Angst um die Ölverknappung.

Bekanntlich ist es oftmals so, dass politische Unruhen zu einem Anstieg des Ölpreises führen, wenn Öl liefernde oder produzierende Staaten davon betroffen sind. So ist es derzeit auch bezüglich der heftigen Unruhen in Libyen der Fall. Nachdem es dort am Wochenende zu massiven Ausschreitungen mit zahlreichen Toten gekommen ist, stieg der Ölpreis am gestrigen Montag teilweise um mehr als fünf Prozent. Sehr erfreut darüber dürften vor allem viele Spekulanten gewesen sein. Denn auch immer mehr deutsche Anleger investieren die einen oder anderen 100 Euro in den Rohstoff-Handel. Und durch den beim Handel üblichen Hebel von 50:1, 100:1 oder 200:1 bedeutet ein Preisanstieg von fünf Prozent hier mitunter für den Spekulanten einen Gewinn von 500 Prozent (!), und dieses an nur einem einzigen Tag.

Aber auch der „Normalbürger“, der nicht gerade in Rohstoffe spekuliert, wird es zu spüren bekommen, wenn der Ölpreis sich auf diesem nun wieder recht hohen Niveau halten sollte, oder wenn die Preise noch weiter ansteigen sollten. Bemerken wird man es vor allem an den steigenden Benzin- und Heizöl-Preise, die im Grunde immer mit dem Rohölpreis verbunden sind. Die Ölmarke WTI stieg am Montag auf etwa 96 Dollar pro Barrel, während die Marke Brent sogar bei etwa 106 Dollar pro Barrel liegt. Spekulanten sollten hier in den nächsten Tagen jedoch vorsichtig sein, da dieser Preisanstieg in sehr kurzer Zeit auch eine Korrektur in die „andere Richtung“ nach sich ziehen könnte.

Autor U. Potschka