Die Einlagensicherung ist mittlerweile zu einem sehr wichtigen Sicherungssystem geworden, welches generell dazu beiträgt, dass einige Formen der Geldanlage wie Tagesgeld oder Spareinlagen als sehr sicher gelten dürfen. Strittig ist man derzeit allerdings über die Höhe der zukünftigen nationalen Einlagensicherungssysteme bzw. welchen festen Anteil die Banken zum jeweiligen Einlagensicherungsfonds als Beitrag einzahlen sollen.
Der bisherige Vorschlag bezüglich der Einlagensicherung sieht vor, dass die Kreditinstitute innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren auf Basis der vorhandenen Einlagen im Sparbereich einen Anteil von 1,50 Prozent in den Einlagensicherungsfonds einzahlen sollen. Ein neuer Vorschlag sieht zwar nach wie vor diesen Prozentsatz vor, jedoch soll der Zeitraum von zehn auf 15 Jahre verlängert werden, was für die Banken natürlich eine Erleichterung darstellen würde. Der Vorschlagende Peter Simon möchte zudem eine andere Bemessungsgrundlage nehmen, und schlägt nicht wie die EU-Kommission bisher vor, dass sämtliche Kundeneinlagen als Basis genommen werden, sondern nur der durch die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckte Teil von 100.000 Euro je Kunde.
Insgesamt würden diese Vorschläge, wenn sie dann so in die Tat umgesetzt würden, für die Banken in der Summe eine nicht unerhebliche Entlastung bedeuten. Nach Berechnungen des BdB hätten die Kreditinstitute als Mitglieder auf der Basis der Vorschläge der EU-Kommission jährlich durchschnittlich mehr als eine Milliarde Euro in die Einlagensicherungsfonds zahlen müssen. Derzeit werden lediglich etwa 120 Millionen Euro eingezahlt. Ein weiterer Alternativvorschlag einiger Staaten beinhaltet einen Prozentsatz von einem Prozent, was Simon jedoch nicht für erstrebenswert hält. Insgesamt wird es sicherlich weiterhin spannend bleiben, welcher Vorschlag sich letztendlich bezüglich der Einlagensicherung durchsetzen wird.
Autor: U. Potschka