Die Entwicklung des Wertpapierdepots in den letzten zehn Jahren

Konnte ein Wertpapierdepot noch vor rund zehn Jahren fast ausnahmslos bei einer Filialbank eröffnet werden, so ist es mittlerweile schon seit vielen Jahren möglich, das Depot auch online zu eröffnen und zu nutzen. Auch die Zahl der Anbieter solcher Depots hat sich rasant gesteigert. Heute bietet jede Filialbank, jede kleinere Privatbank und jede Direktbank ein Wertpapierdepot an, hinzu kommen natürlich noch die zahlreichen Online Broker, über die man ebenfalls ein solches Produkt aus dem Finanzbereich nutzen kann. Aber nicht nur die Zahl der Anbieter hat sich stark vergrößert, sondern auch die Leistungen rund um das Wertpapierdepot werden immer zahlreicher. Besonders positiv hat sich die „Reaktionszeit“ für den Anleger und Depotinhaber entwickelt. Wurde eine Order früher mitunter erst einen Tag nach Abgabe ausgeführt, sodass ein Trading im heutigen Sinne noch gar nicht möglich war, so ist eine Order heute mitunter schon einige Minuten nach Aufgabe ausgeführt und man kann die gerade gekauften Wertpapiere bei Bedarf sofort wieder verkaufen.

Das so genannte Intraday-Trading ist heute ein Standard, auf den im Grunde auch kein Anbieter mehr verzichten kann. Der zunehmende Wettbewerb in diesem Bereich hat zudem dafür geführt, dass auch die recht hohen Depotgebühren aus früheren Zeiten längst der Vergangenheit angehören. Zahlte man früher teilweise 50 Euro im Jahr alleine an fixen Depotgebühren, also unabhängig vom Bestand, so ist die Depotführung heute oftmals kostenlos. Auch die Ordergebühren sind im Durchschnitt betrachtet deutlich gesunken. Führend sind hier sicherlich inzwischen die Discount-Broker, die aktuell teilweise eine so genannte Order-Flatrate schon zum Preis von 5,99 Euro anbieten, während man vor einigen Jahren für eine solche Order mit einem Gegenwert von zum Beispiel 3.000 Euro nicht selten noch 30 Euro zahlen musste.

Autor: P. Volkmar