Das Online Banking befindet sich auf einem relativ hohen Sicherheitsstandard, wenn man das System der Banken hierzulande mit vielen Banken im Ausland vergleicht. Dennoch können vor allem die Kunden selbst noch Einiges dazu beitragen, um das Online Banking noch sicherer zu machen.
Eine aktuelle Untersuchung hat eindeutig ergeben, dass die meisten Schäden beim Online Banking heute dadurch entstehen, dass der Kunde bestimmte Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet oder durch fahrlässiges und unvorsichtiges Verhalten das Opfer von Betrügern wird. Hingegen sind Fälle, in denen Betrüger einen Zugriff auf das Online Konto von Verbrauchern erlangt haben, obwohl diese sich an alle Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen gehalten haben, fast gar nicht bekannt. Das PIN-TAN-Verfahren als solches kann demnach als zu 99,99 Prozent sicher bezeichnet werden. Damit die Zahl der Missbräuche, vor allem im Bereich der online geführten Girokonten, aber dennoch deutlich verringert werden kann, sollte vor allem der Kunde selbst einige Maßnahmen ergreifen und Ratschläge befolgen.
Den größten Teil der zu treffenden Maßnahmen kann man im Grunde unter der Überschrift Wachsamkeit und gesundem Misstrauen zusammenfassen. Denn oftmals wird ein später stattfindender Betrug damit eingeleitet, dass der Verbraucher auf einen Link in einer vermeidlich echten Bank-E-Mail klickt oder sich auf eine nachgemachte Webseite der Bank begibt. Diese häufig auftretenden Schadensursachen, auch unter den Begriffen Phishing oder Pharming bekannt, lassen sich bereits mit einfachen Mitteln vermeiden. So sollten man auf keine Links in Mails klicken, wenn nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann, dass diese Mail nicht von der eigenen Bank versendet wurde. Darüber hinaus kann man Tippfehler bei der Eingabe der Adresse (Webadresse) seiner Bank ganz einfach vermeiden, indem man die Adresszeile unter den persönlichen Favoriten speichert, und sich dann zukünftig über diesen Weg anmeldet. Auch ein gesichertes und verschlüsseltes WLAN zählt genauso zu den notwendigen Sicherungsmaßnahmen, wie ein ständig aktueller Viren- und Spyware-Scanner.