Studentenkonto

Das Girokonto ist schon seit vielen Jahren die Drehscheibe für den gesamten Finanzbereich. Kann man unter Umständen auf Geldanlagen und Kredite verzichten, so benötigt hingegen jeder Bürger, vom Auszubildenden bis hin zum Rentner, ein Girokonto. Das gilt daher natürlich auch für Studenten, die ebenfalls ihre Zahlungsausgänge und Eingänge über das Girokonto verbuchen lassen müssen. Viele Banken bieten ein Girokonto für Studenten an, sodass es in diesem Bereich einen recht „harten“ Wettbewerb unter den Anbietern gibt. Nach wie vor gibt es jedoch größere Unterschiede, was die Konditionen beim Girokonto für Studenten betrifft, sodass der Student hier auf jeden Fall vergleichen sollte.

Was bei einem solchen Vergleich zu beachten ist und was die Kriterien für ein „gutes“ Angebot im Bereich Girokonto für Studenten sind, soll im Folgenden verdeutlicht werden.

Die Gebühren als das wichtigste Kriterium

Gerade für Studenten ist es sehr wichtig, Kosten wenn möglich einzusparen, da die finanziellen Mittel ohnehin relativ begrenzt sind. Von daher ist es auch beim Girokonto wichtig, auf die Gebühren zu achten. Viele Banken haben auf diese Situation bereits reagiert und bieten ein kostenloses Girokonto für Studenten an. Sowohl die Kontoführung als auch das Erhalten einer Kundenkarte und meistens auch der Erhalt einer Prepaid-Kreditkarte sind dann mit keinen Kosten verbunden. Da inzwischen nicht wenige Banken ein solches kostenloses Konto anbieten, sollte man sich als Student nicht mit „weniger“ zufrieden geben, sprich mit einem Anbieter, der noch Gebühren für die Führung des Kontos verlangt.

Die Höhe der Dispokredit-Zinsen als Kostenfaktor

Als Student hat man mitunter unvorhergesehene Ausgaben, sodass ein zur Verfügung stehender Kredit sehr hilfreich ist. Viele Kreditinstitute vergeben heute auch an Studenten einen Dispositionskredit in gewissem Umfang, meistens im Rahmen von 500 oder 1.000 Euro. Somit spielen nicht nur die Gebühren beim Girokonto für Studenten eine Rolle beim Vergleich der Kosten, sondern auch die Höhe des Zinssatzes (Sollzinssatz), welcher für die Nutzung des Dispokredites veranschlagt wird. Hier gibt es eine größere Bandbreite, beginnend von Zinssätzen im Bereich von acht Prozent bis hin zu 14 Prozent für die Kontoüberziehung. Als günstig können Dispokredit-Zinssätze angesehen werden, die maximal bei zehn Prozent liegen. Eine Bank mit einem Zinssatz von mehr als zwölf Prozent sollte man zum einen aus finanziellen Gründen, zum anderen auch aus ideologischen Gründen meiden, denn dieser Zinssatz ist in der derzeitigen Niedrigzinsphase unangemessen hoch.

Das Girokonto als Geldanlage – Guthabenzinsen beachten!

Bei der Suche nach einem günstigen und guten Girokonto für Studenten ist nicht nur die Kostenseite beachtenswert, sondern auch die Einnahmenseite kann zu einer Entscheidung für einen bestimmten Anbieter führen. So werden mittlerweile bei einigen Banken für die Girokonten für Studenten auch Guthabenzinsen angeboten, welche vom Zinssatz her im Bereich der Tagesgeldzinsen liegen. Wer als Student demnach öfter einmal etwas größere Summen auf dem Girokonto deponiert hat, sollte verstärkt darauf achten, dass die Bank Guthabenzinsen auch auf dem Girokonto zahlt. Derzeit ist hier ein Zinssatz von über 1,50 Prozent im durchschnittlichen Bereich, ein Zinssatz von über zwei Prozent kann bereits als sehr gut bezeichnet werden.

Kreditkarte und Geldautomaten-Abdeckung als Entscheidungskriterium

Neben Gebühren und Zinsen spielen für viele Studenten auch die Leistungen des Girokontos eine verstärkte Rolle. So können zum Beispiel alle Studenten heute eine Kreditkarte bekommen, denn in Form der Prepaid-Kreditkarte geht die Bank zum Beispiel kein Risiko mehr ein, da nur über Guthaben verfügt werden kann. Der Kontoinhaber ist hingegen flexibel und kann ansonsten alle Vorteil der Kreditkarte nutzen. Zudem wird die Kreditkarte für Studenten oftmals kostenlos im Hinblick auf die Jahresgebühr angeboten. Online-Banking ist heute bei praktisch jedem Girokonto möglich, sodass man darauf kaum achten muss. Das gilt jedoch nicht für das vorhandene Netz an Geldautomaten. Hier ist es wichtig, dass es viele „erreichbare“ Geldautomaten gibt, die der Student kostenlos nutzen kann.

Fazit: Das „ideale“ Girokonto für Studenten weist die folgenden Eigenschaften auf: Kostenfreie Kontoführung, Sollzinssatz bis 12 Prozent, Guthabenzinsen über 1,50 Prozent, kostenlose Kreditkarte und breites Geldautomatennetz der Bank.

 

Kreditkarten für Studenten

 

Die Kreditkarte gehört für die meisten Verbraucher schon längere Zeit zu den Leistungen im Bereich Zahlungsverkehr dazu. Ob in direkter Verbindung mit einem Girokonto oder als Einzelprodukt – alle Banken und zudem auch Unternehmen aus der sonstigen Privatwirtschaft bieten heute eine Kreditkarte an. Seit Markteinführung der Prepaid-Kreditkarte müssen auch Gruppen nicht mehr auf eine solche Karte verzichten, die zuvor nur schwer eine Kreditkarte bekommen konnten. Dazu zählen unter anderem auch die Studenten.

Worauf der Student und die Studentin bei der Auswahl einer Kreditkarte achten sollten, stellen die folgenden Punkte übersichtlich dar.

Prepaid-Kreditkarte oder Kreditkarte mit Kreditfunktion?

Eine wichtige Entscheidung, welche jeder Student nur für sich persönlich treffen kann ist zunächst, ob eine Kreditkarte mit Kreditfunktion genutzt werden soll oder eine Prepaid-Kreditkarte. Während bei der klassischen Kreditkarte mit Kreditfunktion das Studentenkonto auch überzogen werden kann, ist bei der Prepaid-Kreditkarte nur ein Verfügen aus dem Guthaben heraus zugelassen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. So spricht für eine Prepaid-Kreditkarte zum Beispiel, dass man sich nicht in die „Gefahr“ begibt, Schulden zu machen bzw. größere Summen auszugeben, als man eigentlich zur Verfügung hat. Zudem bietet die Prepaid-Kreditkarte ansonsten alle Leistungen an, die auch Kreditkarten mit Kreditfunktion besitzen. Gegen die Prepaid-Kreditkarte spricht, dass die finanzielle Flexibilität etwas eingeschränkt ist, da man zum Beispiel auch in Notfällen nie mehr Verfügungen vornehmen kann, als es das Guthaben auf dem Konto zulässt.

Die Jahresgebühr bei der Kreditkarte

Viele Banken bieten den Studenten eine Kreditkarte nur gekoppelt an das Studentenkonto an. Der Student erhält also nur dann eine Kreditkarte, wenn das Girokonto für Studenten auch bei dieser Bank geführt wird. Im Gegenzug ist es oftmals so, dass diese Banken dann auf die Jahresgebühr verzichten und die Kreditkarte als kostenlose Studenten Kreditkarte anbieten können. Wenn man als Student ohnehin Kreditkarte und Girokonto bei der gleichen Bank nutzen möchte, ist das sicherlich aus Kostensicht die beste Lösung. Wer jedoch die Kreditkarte von anderer Stelle erhalten möchte, muss recht intensiv nach einer Bank suchen, welche die Kreditkarte auch losgelöst vom Girokonto vergibt und auch hier auf die Jahresgebühr verzichtet. Festzuhalten ist, dass man sich als Student aufgrund der vorhandenen Angebote nicht mehr auf die Nutzung einer Kreditkarte einlassen sollte, für welche die Bank noch eine Jahresgebühr verlangt, denn diese Kosten können mittlerweile eingespart werden.

Die Gebühren der Kreditkarte bei Verfügungen

Neben der Jahresgebühr fallen auch für die Nutzung der Studenten Kreditkarte unter Umständen Gebühren an. Für Verfügungen im Inlandsbereich, sei es durch Abhebung am Geldautomaten oder durch das Bezahlen in Geschäften, werden im Grunde von keiner Bank mehr Gebühren berechnet. Gleiches gilt inzwischen auch über weite Strecken für Verfügungen innerhalb der Euro-Zone. Finden hingegen Verfügungen außerhalb des Euro-Raumes statt, so sind hier Unterschiede zu beachten. Einige wenige Banken verzichten, oftmals als spezielles Angebot im Bereich Studentenkonto bzw. Studenten-Kreditkarte, nämlich sogar auf die Gebühren für Verfügungen im außereuropäischen Ausland. Diese Angebote sind jedoch bisher noch sehr selten. Ansonsten werden in der Regel für Verfügungen im außereuropäischen Ausland rund ein Prozent des verfügten Gegenwertes bzw. mindestens fünf oder 7,50 Euro berechnet.

Die Leistungen der Kreditkarte

Auch bei der Kreditkarte spielen für viele Studenten nicht nur die Kosten eine Rolle, sondern auch mögliche Zusatzleistungen der Kreditkarte. Hier sind große Unterschiede zwischen den Kreditkarten festzustellen. So beinhalten manche (Studenten-) Kreditkarten nur die Zahlungsverkehrsfunktionen Bargeld abheben sowie im Internet und in Geschäften zahlen. Andere Kreditkarten hingegen beinhalten Versicherungen, Rabattprogramme oder „VIP-Services“. Allerdings ist in dem Zusammenhang zu beachten, dass solche Kreditkarten mit erweiterten Leistungen nicht kostenlos sind, sondern mit einer Jahresgebühr zwischen 40 und 80 Euro kalkuliert werden können.

Fazit: Für den „Durchschnitts-Studenten“, der keine besonderen Zusatzleistungen von seiner Kreditkarte erweitert, sieht ein ideales Angebot in diesem Bereich so aus: Keine Jahresgebühr, kostenlose Verfügungen mindestens im Euro-Raum, auf Wunsch ein eingeräumtes Kreditlimit, Nutzung der Kreditkarte auch zum Bezahlen im Internet möglich.

Hier gelangen Sie zum Anbieterbergleich und Kostenrechner:

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