Run auf Umweltaktien an der Deutschen Börse

In Deutschland gibt es seit der atomaren Gefahr in Japan seit langer Zeit wieder eine sehr heftige Debatte um die Vor- und Nachteile der Atomkraftwerke. Mitunter wird von manchen Experten sogar ein völliger Ausstieg aus der Atomenergie ins Gespräch gebracht, was auch für den Aktienmarkt gestern nicht ohne Folgen geblieben ist.

Am gestrigen Dienstag haben sicherlich viele Anleger erstaunt auf die Kurse der so genannten Ökoaktien bzw. Umweltaktien geschaut, denn deren Aktienkurse sind „auf einen Schlag“ in der Spitze fast um einhundert Prozent gestiegen. Vor allem die Anbieter der regenerativen Energie, also Solar, Windkraft etc., konnten mit ihren Aktien hohe Kursgewinne verbuchen. Wo Gewinner, da auch Verlierer, denn im „Gegenzug“ verloren die Aktien nahezu aller „großen“ Energiekonzerne, die gleichzeitig auch die großen Kraftwerksbetreiber sind, deutlich an Wert.

Mit den größten Tagesgewinn konnten die Aktien des Solarunternehmens Conergy mit einem Anstieg von knapp unter 100 Prozent erzielen. Auch weitere Aktien aus dem Solarbereich, wie zum Beispiel die von Solarworld, lagen mit ihren Kurssteigerungen deutlich im zweistelligen Prozentbereich. Das selbige galt gestern im Prinzip für nahezu alle Solarwerte, aber zum Beispiel auch für die Aktien des Windkraftanlagenherstellers Nordex. Generell sahen gestern einige Experten die Chancen steigen, dass die Solarenergie auf Dauer einen größeren als bisher erwarteten Teil der bisherigen Atomenergie als „Stromquelle“ übernehmen konnte, was man dann letztendlich an dieser erwähnten Kursphantasie deutlich erkennen konnte.

Autor: T. Sebener