Spätestens seit der Finanz- und Immobilienkrise gilt ein Investment in Immobilien nicht mehr also so sicher, wie es über sehr viele Jahre auch von vielen Experten bezeichnet wurde. Auch die Immobilienfonds haben unter dem Vertrauensverlust der Anleger zu leiden.
Derzeit stellen sich nicht wenige Anleger die Frage, ob man sein Kapital weiterhin in Immobilienfonds investieren sollte, oder ob diese Form der Geldanlage zu riskant geworden ist. In der jüngsten Vergangenheit gab es diesbezüglich einige negative Schlagzeilen, die nicht gerade dazu beigetragen haben, dass Vertrauen der Anleger in Immobilien und in Immobilienfonds zu stärken. So mussten beispielsweise einige geschlossene Immobilienfonds bereits Insolvenz anmelden, während einige offene Immobilienfonds die Rücknahme der Fondsanteile vorübergehend aussetzen mussten.
Generell ist es zunächst wichtig, dass der Anleger zwischen den geschlossenen und den offenen Immobilienfonds unterscheidet, denn man kann sicherlich nicht alle Immobilienfonds durch die Bank weg als (zu) riskant bezeichnen. Das Risiko ist bei den geschlossenen Immobilienfonds natürlich deutlich höher als bei den offenen Fonds dieser Art, da nur in wenige bzw. teilweise auch nur in eine einzelne Immobilie investiert wird. Bei den offenen Fonds erfolgt hingegen dadurch eine Risikostreuung, dass in verschiedene Immobilien investiert sind. Aber auch diese Tatsache ist noch kein Garant dafür, dass man eine sehr sichere Geldanlage vorfindet. Daher ist es zudem wichtig, dass man sich die jeweilige Fondsgesellschaft sehr genau anschaut. Denn auch unter den offenen Immobilienfonds gibt es teilweise größere Unterschiede, was Sicherheit und auch Rendite der Fonds angeht. Generell sollte das Investment in Immobilienfonds also sicherlich nicht „verteufelt“ werden, aber eine genaue Betrachtung der in Frage kommenden Fonds ist sicherlich sehr empfehlenswert.