Depotkonten – Anlageverhalten in Deutschland

Der Bundesverband deutscher Banken legt in regelmäßigen Abständen immer wieder interessante Zahlen und Fakten vor, die auch etwas über das Verhalten der Anleger hierzulande aussagen. Aktuell wurde beispielsweise untersucht, wie viele Bürger ein Depotkonto haben und was dort verwahrt und verwaltet wird.

Der DAX konnte im letzten Jahr deutliche Kursgewinne verzeichnen, und auch im Jahre 2011 ist die Entwicklung der deutschen Aktien bislang sehr positiv. Dazu passt auch eine Statistik, dass mittlerweile mehr als 30 Prozent aller Deutschen (allerdings nur statistisch betrachtet) ein Depotkonto besitzen, nämlich etwa 27 Millionen Depots. Ein Depot muss stets vorhanden sein, wenn Anleger mit Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, börsengehandelten Fonds oder auch Derivaten handeln möchte. Dem Bundesverband deutscher Banken zufolge werden auf den Depots der Deutschen Wertpapiere mit einem Gesamtgegenwert von fast 800 Milliarden Euro verwahrt. Statistisch beträgt der Durchschnittswert eines Depot demnach knapp 30.000 Euro.

Interessant ist auch die Aufteilung dieser Gesamtdepotbestände. Hier ist eindeutig zu erkennen, dass die Investmentfonds den größten Anteil einnehmen, wenn es um einzelne Wertpapiergruppen geht, nämlich rund 50 Prozent des Gesamtvermögens auf den Depotkonten im Bereich der Privathaushalte. Der Aktienanteil ist nach wie vor vergleichsweise gering, besonders wenn man einen Vergleich mit einigen anderen Ländern wie USA oder Schweden zieht. Nur etwa 20 Prozent des Gesamtdepotbestandes, nämlich etwa 170 Milliarden Euro, haben die Deutschen in Aktienwerte investiert. Etwa 50 Milliarden Euro mehr als in Aktien haben die Bundesbürger im Durchschnitt in Anleihen (Pfandbriefe, Zertifikate, Bundeswertpapiere etc.) angelegt. Trotz dieser relativ hoch klingenden Zahl von 27 Millionen Depots ist es so, dass nur rund 8,6 Millionen Bundesbürger Wertpapiere besitzen, was gerade einmal etwas mehr als 13 Prozent der Bevölkerung darstellt. Die Differenz zu den 27 Millionen Depots kommt daher zustande, weil eben manche Anleger deutlich mehr als ein Depot besitzen.

>>Zum Depot Vergleich<< Autor: P. Volkmar